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A

Die Abscheidung beschreibt bei CCU-Technologien den Bestandteil des Prozesses, bei welchem das CO2 zunächst aus den industriellen Abgasen gefiltert wird. Schließlich ist es für die spätere Verwertung erforderlich, dass CO2 zunächst in ausreichend hoher Reinheit verfügbar ist und von anderen Abgasen getrennt wird.

C

Der Begriff CCS steht für Carbon Capture and Storage. Mit CCS wird eine Gruppe von verschiedenen Technologien bezeichnet, bei welchen der Kohlenstoffdioxid aus Abgasen abgesondert und im Anschluss in unterirdische Schichten verbracht wird, um diesen dort langfristig zu speichern.

Der Begriff CCU steht für Carbon Capture and Utilization. Dies bezeichnet die Abscheidung von Kohlenstoffdioxid aus Verbrennungsabgasen. Im Anschluss wird dieser als Rohstoff für chemische oder biologische Prozesse eingesetzt. Beispielsweise kann der Kohlenstoffdioxid in Gewächshäusern eingesetzt werden, sodass eine Kreislaufwirtschaft erzeugt wird.

Die CO-Elektrolyse stellt einen Prozess dar, bei welchem verschiedene Stoffe durch Strom umgewandelt werden. Bei der Elektrolyse von Wasser und CO2 entsteht Beispiele das Synthesegas, das eine Kombination aus Wasserstoff und CO2 darstellt. Mit regenerativ erzeugtem Strom kann die chemische Industrie einen wichtigen Grundstoff bekommen, um überschüssiges CO2 unmittelbar zu verwerten.

CO2 ist die Abkürzung für Kohlenstoffdioxid. Dabei handelt es sich um ein Gas, das zum einen natürlich vorkommt und zum anderen als Nebenprodukt menschlicher Tätigkeiten erzeugt wird. CO2 entsteht beispielsweise durch die Verbrennung fossiler Treibstoffe, der Verbrennung von Biomasse sowie anderen Prozessen in der Industrie. Dabei handelt es sich um das wichtigste Treibhausgas, das die Klimabilanz der Erde gravierend beeinflusst.

CO2-Äquivalent ist eine Maßeinheit, um die Klimawirksamkeit von Treibhausgasen zu berechnen. Dabei wird immer der Bezug zur Wirkung von CO2 hergestellt. Durch eine Umrechnung in diese Einheit lassen sich verschiedene Emissionen besser vergleichen und die Auswirkungen auf den Klimawandel beschreiben.

Das CO2-Budget stellt die verbleibende Menge an CO2 dar, welche die Menschen noch maximal in die Atmosphäre freisetzen dürfen, um das 2-Grad-Ziel zu erreichen. Für die Erreichung der Ziele müsse Emissionen durch die Verbrennung fossiler Energieträger verringert werden. Zugleich sollten Treibhausgase und CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden.

CO2-Punktquellen sind Kraftwerke oder Prozesse in der Industrie, bei welchen CO2 in großem Maßstab freigesetzt wird. Dabei handelt es sich um besonders große Mengen oder eine starke Konzentration. Diese Punktquellen sind prädestiniert für Verfahren aus dem Bereich CCU und CCS, um das CO2 direkt und mit wenig Aufwand zu verwerten bzw. einzulagern.

Eine CO2-Senke beschreibt ein Ökosystem, welches temporär oder sogar dauerhaft Kohlenstoff aufnimmt und speichern kann. Bei einer Senke handelt es sich um eine Art dynamischen Speicher, da die Auslastung der Senke variiert. Industrielle Prozesse können ebenfalls als CO2-Senke zum Einsatz kommen.

D

Der Begriff der dauerhaften Speicherung meint in Bezug auf CO2 eine Dauer von über 1000 Jahren.

Die direkte Nutzung von CO2 wird auch als physikalische Nutzung verstanden. Dann kommt Kohlenstoffdioxid ohne vorherige Umwandlung in fester oder flüssiger Form zum Einsatz. Ein beliebtes Beispiel ist die Zufuhr von Kohlensäure in Getränken.

K

Bei der Kreislaufwirtschaft handelt es sich um ein modernes Konzept, das alle Rohstoffe, die verwendet werden, vollständig weiter genutzt werden. Die Kreislaufwirtschaft ist dabei das übergeordnete Konzept, während das Recycling den Weg dahin beschreibt. Die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft ist zumindest partiell auch bei CO2 möglich.

P

Der Begriff Power-to-X beschreibt verschiedene Prozesse, welche Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen und gemeinsam mit CO2 in andere Energieträger umwandeln sollen. Derartige Technologien sind für die Energiewende von großer Bedeutung, da die Flexibilität im Energiesektor deutlich steigt. Da die fossilen Energiequellen heutzutage mit niedrigen Preisen punkten, sind CCU-Technologien noch nicht wettbewerbsfähig.

V

Die Emission des genutzten CO2 erfolgt nach einer gewissen Zeitspanne. Diese hängt von der Lebenszeit des jeweiligen CCU-Produkts ab. Das CO2 kann dabei zwischen Tage (beispielsweise bei einem synthetischen Kraftstoff) über einige Jahre (beispielsweise in Polymere) bis hin zu Jahrhunderten (beispielsweise in Zement) gespeichert und somit verzögert werden.