CO2-Preis steigt weiter und unser Zertifikat handelt knapp unter dem 58 Wochen Hoch bei €95

Über ein Tracker-Zertifikat auf den FuW-Eco-Portfolio-Index von Leonteq können auch private Investoren in ein internationales Aktienportfolio mit Nachhaltigkeitsstrategie investieren. Der Fokus liegt auf Gesellschaften, die eine CO2-Reduktionsstrategie verfolgen. Das Zertifikat ist börsennotiert.

Die Weichenstellung ist eingeleitet, mehrere Zentralbanken habe Ihre Zinsen bereits erhöht. In einem Tempo, womit keiner gerechnet hat, die Markterwartungen wurden übertroffen. Ein schnelles Ende ist nicht in Sicht. Der sprunghafte Anstieg wird sich beruhigen, aber die Inflation wird erst mal bleiben.

Die angestrebte Erreichung des Ziels, bis 2050 ein klimaneutrales Europa zu schaffen und die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55% zu senken (im Vergleich zu 1990) wurde im Rahmen eines Maßnahmenpakets im Juli 2021 von der EUKommission unter den Namen „Fit for 55“ vorgestellt.

Im 177 Seiten umfassenden Ampel-Koalitionsvertrag wird man das Wort „Verkehrswende“ vergeblich suchen. Obwohl gerade der extrem umweltbelastende Verkehr den Bereich mit den bisher geringsten CO2-Einsparungen darstellt.

Die „Intercontinental Exchange“ (ICE) London plant im ersten Quartal 2022 einen globalen „CO2-Futures-contract“ einzuführen. Damit wird es, über die bereits bestehenden Handelsmöglichkeiten an der EEX und ICE hinaus, Industrieunternehmen ermöglicht, zukünftige CO2-Kosten abzusichern. In Europa und auch UK wurden unterschiedliche Emissionshandelssysteme (ETS) eingeführt, die Kohlendioxidemissionen bepreisen, um die Klimaziele zu erreichen.

Unter dem Stichwort Klimaneutralität oder dem englischen Begriff Carbon Offset hat sich ein wachsendes Geschäftsfeld entwickelt, bei dem Anbieter Kompensationsmaßnahmen für CO2-Emission bereitstellen. Die Grundidee ist einfach: Da es für das Klima keine Rolle spielt, wo schädliche Gase freigesetzt werden, können Privatpersonen wie Unternehmen ihren eigenen Ausstoß an klimaschädlichen Gasen ausgleichen, indem sie in Projekte investieren, die anderswo Klimaschutz ermöglichen. Solche Projekte fördern beispielsweise den Ausbau von Solarstrom, Biogasanlagen und Wasserkraft und reduzieren so das Ausmaß, in dem anderswo Treibhausgase aus fossilen Energieträgern in die Atmosphäre gelangen.

Der Deutsche Bundestag hat m Juni 2021 eine stärkere Ausrichtung der Bundesrepublik Deutschland auf Klimaschutzziele beschlossen und ein neues Klimaschutzgesetz verabschiedet. Darin wird das Ziel festgeschrieben, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen. Deutschland werde dann nur noch so viel CO2 ausstoßen, wie über Wälder oder auf anderem Weg in Deutschland absorbiert werden oder aber über den Emissionshandel mit Treibhausgas-Zertifikaten eingekauft werden kann. Damit muss Deutschland deutlich schneller klimaneutral werden als ursprünglich geplant.

In der Frage der weltweiten CO2-Emissionen liegt die Europäische Union hinter China, den USA und Indien an vierter Stelle und gehört damit zu den größten Verursachern von Treibhausgasen. Um für die dringend benötigte Einhegung des Trends zum Klimawandel Entscheidendes beizutragen, hatte sich die EU als Zielwert zunächst eine Reduktion der CO2-Emissionen um 40 Prozent gesetzt.

Die Finanzierung der Umlage nach dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) über den Strompreis, die seit dem Jahr 2000 die Förderung des Stroms aus erneuerbaren Energien finanziert, wird nun laut dem neuen Koalitionsvertrag der Ampelparteien für das Jahr 2022 stark gesenkt und zum 1.1.2023 komplett abgeschafft. Einerseits, lt. Vertrag, um sozial gerechtere Energiepreise zu schaffen, andererseits für eine insgesamte Entlastung von Unternehmen. Bis dahin bleibt die Umlage - die Differenz zwischen dem Marktpreis für Strom und dem Fördersatz für erneuerbare Energieträger - Teil des Strompreises.