positive Dynamik der Erneuerbaren
Mehrere Faktoren und Studien belegen dieses unerwartet starke Wachstum:
1. Schnellerer Zubau als erwartet
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IEA-Berichte: Die IEA, die als zentrale Institution für Energieanalysen gilt, hat ihre Prognosen für den weltweiten Ausbau erneuerbarer Energien in den letzten Jahren mehrfach und signifikant nach oben korrigieren müssen. Das tatsächliche Wachstum, insbesondere im Bereich Solarenergie, hat die Voraussagen immer wieder übertroffen.
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Wachstumsrekorde: In manchen Jahren, wie beispielsweise 2023, stieg der weltweite jährliche Zuwachs an erneuerbaren Energien um fast 50% auf nahezu 510 Gigawatt (GW) – die schnellste Wachstumsrate der letzten zwei Jahrzehnte.
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Photovoltaik als Haupttreiber: Allein die Photovoltaik (PV) macht in der Regel den größten Anteil am globalen Ausbau erneuerbarer Kapazitäten aus. Länder wie China verzeichnen hier einen massiven und oft überraschend schnellen Ausbau.
2. Pariser Abkommen als Katalysator
Das Abkommen hat eine rechtliche und politische Grundlage geschaffen, die den Wandel beschleunigt hat:
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Verbindliche Ziele (NDCs): Obwohl die nationalen Klimaschutzbeiträge (NDCs) freiwillig sind, haben sie in vielen Ländern Investitionssicherheit und einen klaren politischen Fokus für erneuerbare Technologien geschaffen.
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Technologischer Durchbruch: Die gesunkene Nachfrage (verbunden mit dem Pariser Abkommen) hat den Wettbewerb und die Massenproduktion angeheizt, was zu einem drastischen Preisverfall bei Solar- und Windkraftanlagen geführt hat. Solarenergie und Windkraft sind heute oft die günstigsten Formen der Stromerzeugung.
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Finanzströme: Das Abkommen sieht vor, Finanzströme in Einklang mit einer emissionsarmen Entwicklung zu bringen, was Investitionen in fossile Projekte zunehmend erschwert und Kapital in erneuerbare Technologien lenkt.
Die Lücke zwischen Wachstum und Ziel
Trotz dieses beeindruckenden Wachstums muss man zwei Seiten der Medaille sehen:
| Positive Entwicklung (Wachstum) | Negative Realität (Klimaziele) |
| Erneuerbare Energien wachsen schneller als erwartet. | Das gesamte Tempo der globalen Dekarbonisierung ist noch immer zu langsam, um die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. |
| Kosten für Solar- und Windkraft sind gesunken. | Die Emissionen fossiler Brennstoffe sind global gesehen in vielen Sektoren noch nicht schnell genug gesunken. |
| Viele Länder setzen auf einen beschleunigten Ausbau. | Die Umsetzung der nationalen Klimaschutzbeiträge (NDCs) ist oft unzureichend, um die "Lücke" zu den Pariser Zielen zu schließen (siehe Emissions Gap Report der UN). |
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Erneuerbaren Energien sind der Hoffnungsträger im Kampf gegen die Klimakrise und ihr Wachstum übertrifft die Erwartungen. Aber die Reduktion der fossilen Emissionen hinkt diesem positiven Trend noch hinterher, weshalb die Staatengemeinschaft ihre Anstrengungen weiter drastisch erhöhen muss, um die Pariser Ziele zu erreichen.
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