Berliner Klimapakt 2030

Was ist der Klimapakt?

Es handelt sich um ein massives Investitionspaket, bei dem die Stadt Berlin und ihre wichtigsten Unternehmen gemeinsam an einem Strang ziehen. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf etwa 16,1 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030.

  • 13,8 Milliarden Euro werden direkt von den 22 beteiligten Unternehmen investiert.

  • 2,3 Milliarden Euro stellt der Senat als zusätzliches Eigenkapital zur Verfügung, um die Umsetzung zu beschleunigen.


Was soll erreicht werden?

Das übergeordnete Ziel ist die Einhaltung des Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetzes. Konkret bedeutet das:

  1. Drastische CO₂-Reduktion: Bis 2030 sollen die Emissionen um 70 % (im Vergleich zu 1990) gesenkt werden. Bis 2045 will Berlin zu 95 % klimaneutral sein.

  2. Einsparung in Zahlen: Es müssen bis 2030 rund 7,2 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden. Das entspricht etwa der Hälfte des aktuellen Ausstoßes der beteiligten Unternehmen.

  3. Energiesicherheit: Nach den massiven Stromausfällen Anfang 2026 soll das Stromnetz resilienter und unabhängiger von externen Faktoren gemacht werden.


Die wichtigsten Maßnahmen

Damit diese Milliarden nicht nur eine Zahl auf dem Papier bleiben, fließen sie in konkrete Projekte:

  • Wärmewende: Investitionen in Großwärmepumpen, die Nutzung von Abwasserwärme und Biomasse-Heizkraftwerke. Allein die Berliner Energie und Wärme (BEW) ist für 25 % der städtischen CO₂-Emissionen verantwortlich und steht daher im Fokus.

  • Solar-Offensive: Massiver Ausbau von Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern (Masterplan "Solarcity").

  • Mobilität: Elektrifizierung der Fahrzeugflotten (z. B. Busse der BVG) und Ausbau der Ladeinfrastruktur.

  • Gebäudesanierung: Energetische Sanierung öffentlicher Gebäude und Krankenhäuser (z. B. investiert die Charité gezielt in eine nachhaltige Infrastruktur).

  • Stromnetzausbau: Verdopplung der jährlichen Investitionen in das Stromnetz (von 300 Mio. auf 600 Mio. Euro), um den steigenden Bedarf durch E-Mobilität und Wärmepumpen zu decken.

Kritik: Umweltverbände wie der BUND kritisieren jedoch, dass der Pakt zwar viel Geld bewegt, aber eine echte Priorisierung – zum Beispiel eine Abkehr vom individuellen Autoverkehr – noch zu wenig verankert sei.

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