Bericht von „Lancet Europe“ zeigt Anstieg hitzebedingter Todesfälle und steigende Energiekosten durch fossile Brennstoffe
Parallel dazu hat sich auch die Zahl der Hitzewarnungen in Europa stark erhöht. Laut Bericht wurden inzwischen etwa dreimal so viele Warnungen ausgesprochen wie noch vor wenigen Jahren – ein Hinweis darauf, dass extreme Wetterereignisse nicht nur häufiger, sondern auch intensiver werden.
Neben den gesundheitlichen Auswirkungen beleuchtet der Bericht auch die wirtschaftliche Dimension. Besonders kritisch sehen die Forschenden die weiterhin hohen Subventionen für fossile Energieträger. Im Jahr 2023 beliefen sich diese in Europa auf rund 444 Milliarden Euro. Das entspricht mehr als dem Dreifachen der Summe von 2016 – jenem Jahr, in dem mit dem Pariser Abkommen ein internationaler Meilenstein zur Begrenzung der Erderwärmung beschlossen wurde.
Die Diskrepanz zwischen den Klimazielen und der tatsächlichen Förderung fossiler Brennstoffe wirft laut Bericht zentrale Fragen zur politischen Umsetzung auf. Während die gesundheitlichen Risiken durch steigende Temperaturen zunehmend sichtbar werden, bleibt die Abhängigkeit von klimaschädlichen Energien weiterhin hoch.
Die Autorinnen und Autoren fordern daher verstärkte Investitionen in erneuerbare Energien, bessere Schutzmaßnahmen für gefährdete Bevölkerungsgruppen sowie eine konsequentere Umsetzung bestehender Klimaziele. Nur so könne verhindert werden, dass sich die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels weiter verschärfen.
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