Was bewirkt CO2 Kompensation?

Die Klimakompensation ist eine Möglichkeit, die CO₂-Bilanz eines Fluges oder den Energieverbrauch im Haushalt auszugleichen. Berechtigte Kritik an der CO₂-Kompensation lediglich ein „Ablasshandel“ zu sein, der sich nur positiv auf das Gewissen auswirke, ohne den Umweltschutz tatsächlich voranzubringen wird sehr häufig vorgebracht.

Klimaschutz durch CO2-Kompensation

  • CO2-Ausgleich für Autofahrer
  • Emission- und Umweltzertifikate für Unternehmen
  • Klimaschutzprojekte

Welche CO2-Kompensationsmöglichkeiten gibt es?

  • Direkte Finanzierung von (anerkannten) internationalen und regionalen Klimaschutzprojekten, Energieprojekte, Emissionsminderungsprojekte
  • Waldaufforstungs- Landwirtschafts- und Moorlandprojekte
  • Ausgleichsprogramme von Fluggesellschaften
  • Unterstützung von Entwicklungsländern bei der Erzeugung regenerativer Energien
  • Kauf von CO2-Emissions-Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten
  • Spenden (nur für Projekte mit Qualitätsstandard empfehlenswert)

Klimaschutz und CO2 Kompensation

Einer der größten Treiber der globalen Klimaerdwärmung ist Kohlenstoffdioxid. Daher benötigen wir weltweit eine gezielte Reduzierung von CO2-Emissionen. Anhand der Kompensationen können Klimaprojekte auf der ganzen Welt finanziert werden.

Wie funktioniert CO2-Kompensation?

Noch immer steht die Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen an erster Stelle. Unvermeidbare Emissionen können jedoch, zumindest annähernd, durch verschiedene Kompensationsangebote „ausgeglichen“ werden. Besonders Firmen entscheiden sich hier oft für Ausgleichszahlungen zur Finanzierung von CO2 mindernden Projekten, wie z.B. Windkraft- oder Solaranlagen in Entwicklungsländern. Diese Klimaschutzprojekte müssen allerdings einen international festgelegten und überwachten Anerkennungsprozess beim Klimasekretariat der Vereinten Nationen durchlaufen (Kyoto-Protokoll von 1997), bevor sie sich für eine Kompensation eignen. Auch für Privatpersonen stehen immer mehr Kompensationsmodelle zur Verfügung, was bedeutet, dass z.B. für den CO2-Ausstoß bei einer Urlaubsflugreise oder die regelmäßige Nutzung eines PKW mit Verbrennungsmotor durch die Unterstützung eines Klimaschutzprojektes freiwillig ein gewisses „Gegengewicht“ geschaffen werden kann.

CO2 Kompensation - warum ?

Trotz kontinuierlichem Rückgang der Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland seit den 90er Jahren, hauptsächlich bedingt durch den stark verminderten Braunkohleabbau in den neuen Bundesländern, bleibt CO2 weiterhin, mit fast 90% Anteil an den gesamten Treibhausgas-Emissionen, einer der größten Verursacher des Klimawandels und der Erderwärmung. Dies macht in Folge die Vermeidung, bzw. Reduzierung des CO2-Ausstoßes zum wichtigsten Thema in Sachen Klimaschutz.

Was aber – wenn direkte Vermeidung oder Reduzierung, zumindest in naher Zukunft, nicht oder nicht in jedem Fall möglich ist? Industrie, Verkehrssektor, private Haushalte, Gewerbe, Handel und Dienstleistung – überall besteht noch immer ein großer Bedarf an fossilen Energien, die nur schrittweise durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden können. Was also tun, wenn die Nutzung fossiler Energien unumgänglich ist? Hier kommt die CO2-Kompensation ins Spiel. Sei es, um seinen persönlichen CO2-Fußabdruck zu verbessern oder nur um sein Gewissen zu beruhigen. CO2-Kompensation ist umstritten. Kritiker bemängeln die viel zu geringe positive Auswirkung auf das Klima. Besser als gar nichts für den Klimaschutz zu tun, ist es wohl allemal.

CO2-Kompensation – eine „sichere“ Sache?

Nach eigenen Angaben seriöse Organisationen oder Unterstützer von Klimaschutzprojekten weisen in der Regel auf ihren Webseiten und Broschüren darauf hin, dass die Kompensation nur ein zusätzlicher Bestandteil zur Verbesserung des persönlichen CO2-Fußabdruckes sein kann. An erster Stelle ist und bleibt die Vermeidung und Reduzierung von Kohlenstoffdioxid. Letztendlich soll die Kompensation kein „Ablasshandel“ werden, doch wie kann man sich bei der Auswahl eines Projektes über dessen Seriosität wirklich sicher sein, wo informieren? Das Umweltbundesamt hat hierzu den Ratgeber „Freiwillige CO2-Kompensation durch Klimaschutzprojekte“ entwickelt, der u.a. auch die verschiedenen Qualitätsstandards für Projekte beschreibt und Projektvorschläge macht.

Freiwillige CO2-Kompensationen durch Klimaschutzprojekte (umweltbundesamt.de)